National feiern (Teil 1)

Der 11. Februar ist der japanische Nationalfeiertag. Und so gut wie jedes Jahr kam es ach diesmal von linksradikaler Seite zu Demonstrationen gegen das japanische Kaisersystem bzw. den japanischen Nationalstaat als solchen. Dem gegenüber stehen auch nationalistische Demos und Events von rechtsextremen Gruppen bzw. auch des Staates und ihm nahestehender Gruppen.

Doch warum demonstrieren Linke überhaupt gegen den japanischen Kaiser? Und was wird am japanischen Nationalfeiertag überhaupt gefeiert? Ich habe in Tokyo eine Demonstration besucht und versuche ein paar Antworten zu geben.

Ein Gaisensha (街宣車) genannter Kundgebungswagen, typisch für japanische rechtsextreme Gruppen. 11.2.2020 in Tokyo vor dem Bunkyo Civic Center
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Occupy Shinjuku

Am 12. Januar 2020 ereigneten sich Japanweit mehrere Demonstrationen gegen die aktuelle Regierung des rechtsnationalen Premiers Shinzo Abe. Alleine in Tokyo versammelten sich an die 3000 Personen. Die Proteste, welche vor allem von linken Gruppen getragen werden, haben jedoch eine längere Vorgeschichte.

12.1.2020 in Nagoya, Japan. Demo gegen die Regierung Shinzo Abe.
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An allem ist Pachinko schuld

Etwa 200 RassistInnen folgten am 17.11. einem Aufruf der offen faschistischen „Japan First Party“ und hielten im Tokyoter Stadtteil Tachikawa (立川)eine Demonstration ab. Inhaltlich ging es vor allem gegen die koreanische Minderheit in Japan.
An die 150 antifaschistische DemonstrantInnen störten den Aufmarsch.

Bild
Bildquelle: @Mae_To_Ushiro
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Rojava-Solidaritätsaktion in Tokyo

Am 2.10. 2019 gab es in Tokyo vor der türkischen Botschaft sowie vor dem Bahnhof Shinjuku eine Solidaritätsaktion für Rojava, das auf antiautoritärer, emanzipativer Basis kurdisch selbstverwaltete Gebiet im Norden Syriens. Derzeit wird es von der türkischen Armee angegriffen. Mehr Infos dazu auf:
https://riseup4rojava.org/de/startseite/

Kommentar in der “KAZ”

Für die November-Ausgabe der “Kärntner Allgemeinen Zeitung”, für die ich als Japan-Korrespondent arbeite, habe ich einen Kommentar rund um die Inthronisierung des neuen japanischen Kaisers und der damit verbundenen linken Protestdemos geschrieben. Interessierte LeserInnen erhalten die Monats-Straßenzeitung bei verschiedenen StraßenverkäuferInnen in ganz Kärnten/Koroška oder auf Anfrage direkt bei der Redaktion.

Start monatlicher Anti-Olympia Demos in Tokyo

Ende September starteten AktivistInnen eine monatliche Demo-Reihe gegen die bevorstehenden olympischen Spiele 2020 in Tokyo. Ein Kurzbericht.

“Gegen die olympische Erziehung”. Laut der Anti-Olympia AktivistInnen werden Kinder in Vorbereitung der Spiele vom Staat einem nationalistisch geprägten Leistungsdrill ausgesetzt.
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Die Freiheit der Straße

Seit Ende Mai protestieren AktivistInnen im Tokyoter Ausgehviertel Shibuya gegen ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Die widerständigen Straßenpartys der „On The Road Shibuya“ genannten Gruppe sind eine hedonistische Antwort auf autoritäre Stadtpolitik, welche mit Vertreibung der Armen und Gentrifizierung Hand in Hand geht.

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Video: Anarch@-Feministinnen gegen den Kaiser in Tokyo

Am 1.5.2019 fand in Tokyoter Stadtteil Shinbashi, auf der Einkaufsstraße Ginza, eine linksradikale Demo gegen das japanische Kaisersystem bzw. die japanische Monarchie statt. Die Demo war nur eine Aktion von vielen im Rahmen der “Anti-Kaiser-Woche” in Tokyo, auch in verschiedenen anderen Städten Japans gab es Aktionen.

Einen ihrer ersten öffentlichen Auftritte hatte auch die anarchafeministische Gruppe K
ō Itten.

Das Video ist mit deutschen Untertiteln hier anzusehen und wurde schamlos vom japanischen Kanal des Labornet gestohlen.