Nur ein Wort

Bis 2002 gab es mitten auf dem Campus der renommiertesten Universität Japans einen autonomen, gegenkulturellen und linksradikalen Ort. Das Koma-StudentInnenwohnheim. An seine Existenz erinnert heute nur noch ein kleiner Gedenkstein.

Gedenkstein an das Koma-Wohnheim. Komaba-Campus, Tokyo, 2020.
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National feiern (Teil 2)

Der 11. Februar war der japanische Nationalfeiertag und in verschiedenen Teilen des Landes fanden sowohl nationalistische, auch von rechtsextremen Gruppen getragene Veranstaltungen statt wie auch linke, antinationale Gegenproteste.

Nachdem ich im ersten Teil des Artikels auf die historischen und ideologische Hintergründe des Nationalfeiertags als solchen eingegangen bin, widme ich mich in diesem Teil den linken Protesten und nationalistischen Feierlichkeiten.

Antinationalistische Demonstration linksradikaler Gruppen gegen den japanischen Kaiser, 11.2.2020 in Tokyo
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National feiern (Teil 1)

Der 11. Februar ist der japanische Nationalfeiertag. Und so gut wie jedes Jahr kam es ach diesmal von linksradikaler Seite zu Demonstrationen gegen das japanische Kaisersystem bzw. den japanischen Nationalstaat als solchen. Dem gegenüber stehen auch nationalistische Demos und Events von rechtsextremen Gruppen bzw. auch des Staates und ihm nahestehender Gruppen.

Doch warum demonstrieren Linke überhaupt gegen den japanischen Kaiser? Und was wird am japanischen Nationalfeiertag überhaupt gefeiert? Ich habe in Tokyo eine Demonstration besucht und versuche ein paar Antworten zu geben.

Ein Gaisensha (街宣車) genannter Kundgebungswagen, typisch für japanische rechtsextreme Gruppen. 11.2.2020 in Tokyo vor dem Bunkyo Civic Center
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Occupy Shinjuku

Am 12. Januar 2020 ereigneten sich Japanweit mehrere Demonstrationen gegen die aktuelle Regierung des rechtsnationalen Premiers Shinzo Abe. Alleine in Tokyo versammelten sich an die 3000 Personen. Die Proteste, welche vor allem von linken Gruppen getragen werden, haben jedoch eine längere Vorgeschichte.

12.1.2020 in Nagoya, Japan. Demo gegen die Regierung Shinzo Abe.
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An allem ist Pachinko schuld

Etwa 200 RassistInnen folgten am 17.11. einem Aufruf der offen faschistischen „Japan First Party“ und hielten im Tokyoter Stadtteil Tachikawa (立川)eine Demonstration ab. Inhaltlich ging es vor allem gegen die koreanische Minderheit in Japan.
An die 150 antifaschistische DemonstrantInnen störten den Aufmarsch.

Bild
Bildquelle: @Mae_To_Ushiro
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Rojava-Solidaritätsaktion in Tokyo

Am 2.10. 2019 gab es in Tokyo vor der türkischen Botschaft sowie vor dem Bahnhof Shinjuku eine Solidaritätsaktion für Rojava, das auf antiautoritärer, emanzipativer Basis kurdisch selbstverwaltete Gebiet im Norden Syriens. Derzeit wird es von der türkischen Armee angegriffen. Mehr Infos dazu auf:
https://riseup4rojava.org/de/startseite/

Kommentar in der “KAZ”

Für die November-Ausgabe der “Kärntner Allgemeinen Zeitung”, für die ich als Japan-Korrespondent arbeite, habe ich einen Kommentar rund um die Inthronisierung des neuen japanischen Kaisers und der damit verbundenen linken Protestdemos geschrieben. Interessierte LeserInnen erhalten die Monats-Straßenzeitung bei verschiedenen StraßenverkäuferInnen in ganz Kärnten/Koroška oder auf Anfrage direkt bei der Redaktion.